Kurzbeschrieb


BSFH

Die Berufsfachschule für Lernende mit Hör- und Kommunikationsbehinderung BSFH ist die anerkannte Bildungseinrichtung der deutschsprachigen Schweiz für die berufliche Aus- und Weiterbildung für hör-, sprach- und kommunikationsbeeinträchtigte Menschen. Sie vermittelt die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht (allgemeinbildende und berufskundliche Fächer). Voraussetzung für die Aufnahme an die BSFH ist ein Ausbildungsplatz in einem Lehrbetrieb und eine Verfügung der Invalidenversicherung zur Finanzierung des Unterrichts.

BSFH Porträt: – PDF: BSFH Leporello

Filmporträt der BSFH: – PDF: BSFH Filmporträt


Angebote

Der Unterricht an der BSFH zielt auf eidgenössisch anerkannte Berufsabschlüsse und die Integration der jungen Berufsleute in den ersten Arbeitsmarkt. Er orientiert sich an den Reglementen des Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) sowie an kantonalen und schuleigenen Lehrplänen.

Im Angebot der BSFH stehen folgende Bildungsgänge:
– Berufliche Grundbildung mit Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ)
– Berufliche Grundbildung mit Eidg. Berufsattest (EBA)
– Berufsmaturität – alle Ausrichtungen und Typen (BM1 und BM2)
– Vorlehre/Praktikum
– Praktische Ausbildung nach Insos (PrA)
– Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Im Angebot der BSFH stehen ferner:
– Kommunikations- und Lernunterstützung im Unterricht
– Lernatelier (Stützunterricht, Stützkurse, Tutorate usw.)
– Anlauf- und Beratungsstelle für Lernende (Fragen & Probleme)
– Nachschulisches Unterstützungsangebot - Eingliederung in den Arbeitsmarkt
– Nachschulisches Beratungsangebot Höhere berufliche Weiterbildung
– Weiterbildungsangebote Berufliche Weiterbildung

Die Angebote der BSFH richten sich an Menschen mit:
– Hörbeeinträchtigung (Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, CI-Träger/innen)
– Sehbeeinträchtigung/Blindheit
– Autismus-Spektrums-Störung
– Sprach- und Lernbeeinträchtigung (z.B. Dyslexie, Dyskalkulie etc.)
– Weitere auf Anfrage (z.B. Verhalten, Wahrnehmung)


Chancengerechtigkeit

Die BSFH fördert die Chancengerechtigkeit in der Berufsbildung. Unterrichtet wird in kleinen Lerngruppen von erfahrenen und bestens qualifizierten Lehrpersonen. Auf individuelle Voraussetzungen der Lernenden wird Rücksicht genommen, insbesondere in Bezug auf Besonderheiten bei der Kommunikation. Lernende mit Lücken im Schulstoff oder Lernschwierigkeiten nutzen Unterstützungsangebote im Lernatelier. In den Unterrichtsräumen sind Rahmenbedingungen erfüllt, die ein störungsfreies akustisches und visuelles Sprachverstehen gewährleisten, wie angemessene Raumakustik (z.B. schalldämmende Decken und Böden), gutes Licht (z.B. blendfreie Lichtverhältnisse, um bequem abzulesen) und günstige Raumstrukturen (z.B. absehfreundliche Sitzordnung). Um Chancengerechtigkeit der Lernenden bei überbetrieblichen Kursen und beim Qualifikationsverfahren sicherzustellen, werden mit individuellen Massnahmen behinderungsbedingte Nachteile ausgeglichen. So können Begabungs- und Leistungspotentiale optimal genutzt und entfaltet werden. Die grosse Nachfrage und die hohe Erfolgsquote bei den Berufsabschlüssen bestätigt die wichtige Bedeutung der BSFH als Bildungseinrichtung für die Berufsbildung für hör-, sprach- und kommunikationsbeinträchtigte Menschen.


Fakten

Aktuell unterrichtete Berufe: 105
Unterrichtete Berufe seit 1954: 310
Lernende: 245
Lehrpersonen: 130