Berufsbildung Infos



Bildung

Die Berufsfachschule für Lernende mit Hör- und Kommunikationsbehinderung (BSFH) in Zürich-Oerlikon ist die interkantonale Bildungseinrichtung der deutschsprachigen Schweiz für Menschen mit besonderen Kommunikations- und Lernbedürfnissen.

 

Die BSFH vermittelt die schulische Bildung:

 

— in der beruflichen Grundbildung (EFZ und EBA)

— in der Praktischen Ausbildung nach INSOS (PrA)

— in der Vorlehre

— während eines Praktikums

— in der Berufsmaturitätsschule

— in Weiterbildungskursen


Angebot

Die berufliche Grundbildung (Berufslehre) an der BSFH dauert 2 bis 4 Jahre. Zur Auswahl stehen fast sämtliche Lehrberufe. Die berufspraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten werden in einem Lehrbetrieb vermittelt, die schulischen in der Berufsfachschule.

 

Die berufliche Grundbildung basiert auf gesetzlichen Grundlagen und schliesst mit einem eidgenössischen Abschluss (eidg. Fähigkeitszeugnis, eidg. Berufsattest) ab. Das Ziel ist die erfolgreiche Eingliederung der jungen Berufsleute in den ersten Arbeitsmarkt.


Zielgruppen

An der BSFH werden Lernende mit folgenden Hör- und Kommunikationsbehinderungen unterrichtet:

 

— Gehörlosigkeit oder Hörbehinderung

— Spracherwerbsstörungen

— Sehbehinderte und Blinde

— Menschen mit Autismusspektrumstörungen

— Verhaltensauffälligkeiten

— und weitere Behinderungen

 

Voraussetzung für die Aufnahme an die BSFH ist ein Lehrvertrag und eine Kostengutsprache der Invalidenversicherung.


Chancen

Die BSFH fördert die Chancengerechtigkeit für Lernende mit Hör- und Kommunikationsbehinderung in der beruflichen Grundbildung.

 

Im Unterricht, in den überbetrieblichen Kursen und bei den Abschlussprüfungen werden behinderungsbedingte Nachteile wie folgt ausgeglichen:

 

— Unterricht in Kleingruppen

— erfahrene Lehrpersonen

— barrierefreie Schulräume

— behinderungsspezifische Hilfsmittel

— persönliche Assistenz (Kommunikation und Lernen)

— Zeitzuschläge bei Prüfungen


Extras

Die BSFH verfügt darüber hinaus über folgende Angebote und Dienstleistungen:

 

— Lernatelier für individuelle Lernberatung und zur Aufarbeitung von Stofflücken

— Anlauf- und Beratungsstelle für schulische und ausserschulische Fragen und Probleme der Lernenden

— Unterstützung der Lernenden bei der Stellensuche vor Abschluss der Grundbildung

— Information und Aufklärung von Ausbildungsverantwortlichen in den Ausbildungsbetrieben über die Behinderung


Anmeldung

Das Schulgebäude der BSFH befindet sich verkehrsgünstig in Zürich Oerlikon. Aktuell werden 230 Lernende von rund 135 Lehrpersonen in 80 Berufen unterrichtet.

 

Die Anmeldung an die BSFH erfolgt mit dem offiziellen Anmeldeformular. Melden Sie sich bei uns für einen Besuch oder einen Schnupperaufenthalt. Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Website oder beim Sekretariat:

 

BSFH Berufsfachschule
Schaffhauserstrasse 430
8050 Zürich

 

044 302 06 00
info@bsfh.ch


Lehrplan

Der allgemeinbildende Unterricht erfolgt nach den Lehrplänen.


Für Klassen mit Beginn ab 2014:
– Lehrplan 2014 für die 2-jährige berufliche Grundbildungen
– Lehrplan 2014 für die 3-jährige berufliche Grundbildungen
– Lehrplan 2014 für die 4-jährige berufliche Grundbildungen

– PDF: Leitfaden für das Verfassen der Vertiefungsarbeit (VA)
– PDF: Lehrplan Allgemeinbildung für die 2-jährige berufliche Grundbildung
– PDF: Lehrplan Allgemeinbildung für die 3-jährige berufliche Grundbildung
– PDF: Lehrplan Allgemeinbildung für die 4-jährige berufliche Grundbildung


Qualifikation

Das Qualifikationsverfahren richtet sich nach den Bestimmungen
– des Bundes (Verordnung des SBFI über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung und Rahmenlehrplan für den allgemeinbildenden Unterricht)
– und des Kantons Zürich (Prüfungsreglement Allgemeinbildung)

Die Umsetzung der Vertiefungsarbeit konkretisiert sich in der
– Wegleitung für Lernende der 2-jährigen beruflichen Grundbildung
– Wegleitung für Lernende der 3- und 4-jährigen beruflichen Grundbildung

– PDF: Qualifikationsverfahren AB


Gesundheit

Fragen der Gesundheitsförderung gewinnen für junge Menschen in der modernen Wohlstands- und Leistungsgesellschaft zunehmend an Bedeutung, so auch an der BSFH Berufsfachschule. 2008 trat die BSFH dem Schweizerischen Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen bei.

Das Schweizerische Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen ist als Teil des Europäischen Netzwerks Gesundheitsfördernder Schulen (ENHPS) ein Programm der WHO und der EU. Gesundheitsförderung orientiert sich dabei an einem ganzheitlichen Gesundheitsbegriff und umfasst neben konkreten Projekten zur Gesundheitsförderung im Unterricht (Ernährung, Suchtprävention, Stress, etc.) auch Strukturen und Prozesse der Schulorganisation, Kommunikations-/Kooperationsstrukturen im Klassenzimmer, Gesundheit der Lehrpersonen, Schularealgestaltung etc. Ziel: Verbesserung der Bildungs- und Schulqualität und Förderung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit aller an der Schule Beteiligten.

Neben dem definierten Auftrag für die Gesundheitsförderung profitieren Netzwerkschulen von Dienstleistungen des Netzwerks, wie Beratung und Unterstützung, Tagungen sowie finanziellen Beiträgen an Projekte.

– PDF: Vereinbarung Netzwerk Gesundheitsförderung


Sport

Flexibilität, die volle Nutzung vorhandener Kapazitäten und ein mehrstufiges Angebot von Sportaktivitäten kennzeichnen das Schulsportkonzept der BSFH.

Jährliche regelmässig durchgeführte Anlässe wie ein obligatorischer Wintersporttag und drei Sporthalbtage, in denen in Zusammenarbeit mit dem Gehörlosensportverband die verschiedensten Sportarten angeboten werden, bilden die Eckpfeiler des Sportunterrichts. Ergänzend dazu werden während des Allgemeinbildenden Unterrichts, sowie auch während der Berufskunde regelmässig sportliche Aktivitäten im hausinternen Fitnessraum oder ausserhalb des Hauses durchgeführt.

Das vorliegende Sportkonzept erlaubt es den Lernenden der BSFH sich, trotz der besonderen Situation an der Schule, regelmässig zu bewegen und Freude am Sport zu entwickeln.

– PDF: Sportkonzept