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Behinderten weht auf dem freien Arbeitsmarkt immer noch ein steifer Wind entgegen. Doch Melisse Kayiran hat sich über alle Widerstände hinweggesetzt und sich zur Inhaberin von zwei Coiffeur-Läden hochgearbeitet. Mittlerweile betreut sie sogar einen Lehrling.

 

– PDF: BSFH-Leporello Grundbildung

– PDF: BSFH-Leporello Berufsmatura

– Video: BSFH-Filmporträt


Chancen

Junge Menschen mit Schwerhörigkeit, Sehschwäche oder Autismus haben es in der regulären Berufsschule schwer. Oft können sie mit dem Unterricht nicht mithalten, weil er zu laut, zu schnell oder zu lang ist. Damit sind die Chancen, einen Abschluss oder einen Job zu kriegen, ungerecht verteilt. Die BSFH schafft Chancengerechtigkeit, in dem sie in kleinen Gruppen unterrichtet, Hilfsmittel anbietet oder Dolmetscherinnen zur Verfügung stellt. Auf diese Weise haben auch Behinderte eine Möglichkeit, die Lehre erfolgreich zu bestehen. Die hohe Erfolgsquote bei den Berufsabschlüssen geben uns recht.


Stärkung

An einer Regelschule werden Menschen mit Behinderung oft ausgegrenzt. Von ihren Mitschülern werden sie gemieden, weil sie anders sind. Die BSFH dreht den Spiess um. Hier ist das Abnormale normal. Der Umgang mit Gleichgesinnten stärkt das eigene Selbstbewusstsein. Oft arbeiten sie als Gruppe an einer gemeinsamen Herausforderung wie etwa die Programmierung einer neuen Webseite für einen Kunden. Oder sie absolvieren zusammen einen Sprachaufenthalt beispielsweise in Frankreich. Wenn unsere Lernenden ihren Lehrabschluss haben, sind sie bereit für die Welt, weil sie wissen, dass sie alles erreichen können.


Aufklärung

In einer regulären Ausbildung sind die jungen Menschen nach dem Lehrabschluss bei der Jobsuche auf sich allein gestellt. Für Menschen mit einer Behinderung ist das äussert schwierig. Denn noch immer gehen viele Firmen davon aus, dass jemand mit einer Seh- oder Hörschwäche nicht dieselbe Leistung bringen kann, wie eine Person ohne Behinderung. Darum setzt sich die BSFH über ihren Bildungsauftrag hinaus für die Vermittlung ihrer Schulabgängerinnen und Schulabgänger ein. Wir suchen gezielt Firmen, die bereit sind, Gehörlose, Blinde oder Menschen mit Autismus einzustellen und betreiben damit auch ein grosses Stück Aufklärungsarbeit.